Die Ev. Kirchengemeinde Bocholt trauert um Pfarrer i.R. Kurt Stappenbeck
Die Ev. Kirchengemeinde Bocholt trauert um Pfarrer i.R. Kurt Stappenbeck. Er wird uns in dankbarer Erinnerung bleiben als Pfarrer, Denker, Literat, Fontanekenner und Seelsorger seiner Gemeinde. Mit seiner engagierten Art prägte er von 1963 bis 1997 die Ev. Kirchengemeinde Bocholt. Ab 1967 war er im Nebenamt auch eine Zeitlang als Polizeipfarrer und Religionslehrer tätig. Auch die Gefängnisseelsorge lag ihm am Herzen. Seine vielfältigen Fähigkeiten stellte er in den Dienst seiner Kirche, stets mit wachem Blick für die Menschen und Themen der Zeit.
Das Jugendheim LEO mit dem „berühmt-berüchtigten“ Leokeller und das Gemeindezentrum an der Christuskirche füllte er mit seiner Frau Christa jahrzehntelang mit Leben. Vielen, besonders den jungen Menschen, öffnete er neue Zugänge zur Kirche und zum christlichen Glauben.
Auch über Ländergrenzen hinweg engagierte er sich für eine Kirche, in der der Mensch und die Tat im Mittelpunkt stehen. Er hielt den persönlichen Kontakt zu Gemeinden in Sri Lanka und Madagaskar und unterstützte dort nicht nur durch Spendenaktionen unterschiedlichste Hilfsprojekte.
Als belesener Theologe war er gleichermaßen zuhause in der Theologie wie in der Welt der Bücher. So lag ihm die Förderung der Literatur, besonders aber das Werk Theodor Fontanes am Herzen. Er gründete den Fontanekreis Bocholt, der weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt geworden ist.
Wenn er authentisch und lebendig predigend seiner Gemeinde die biblischen Schriften auslegte, leitete ihn bei allem Bezug zur Gegenwart stets die Botschaft der menschgewordenen Liebe Gottes. Menschen fanden bei ihm mit ihren Sorgen und Nöten ein offenes Ohr. Immer unterwegs, oftmals rastlos fand er pragmatische Wege, die Menschen in einem guten Geist zusammenzuführen. Wir haben Kurt Stappenbeck in der Kirchengemeinde viel zu verdanken.
In der Hoffnung auf das Leben, das uns in Jesus Christus verheißen ist, nehmen wir Abschied von Pfarrer Kurt Stappenbeck und wissen uns mit ihm verbunden.
Unser Mitgefühl gilt seiner Ehefrau Christa und seiner Familie.